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Kolumbarium im Innenraum: Aussegnungshalle, Kapelle und Kirche

vor 3 Stunden
2 Min. Lesezeit

Kolumbarien haben eine lange Tradition – der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort für Taubenschlag ab und bezeichnet ursprünglich Grabkammern mit Nischen für Urnen. Heute entstehen Urnenanlagen nicht nur unter freiem Himmel, sondern zunehmend auch in Innenräumen: in Aussegnungshallen, Friedhofskapellen, separaten Abschiedsräumen und Kirchen. Dieser Ratgeber zeigt, wann ein Indoor-Kolumbarium sinnvoll ist und worauf es bei Planung und Gestaltung ankommt.

Aussegnungshalle Echterdingen in der Abenddämmerung mit in die Sichtbetonwand integriertem Kolumbarium K2

Wann ein Kolumbarium im Innenraum sinnvoll ist

  • Geschützter Ort: Angehörige können unabhängig von Wetter und Jahreszeit in Ruhe verweilen.

  • Bestehende Räume nutzen: Aussegnungshallen und Kapellen werden durch einen Kolumbariumsbereich aufgewertet und stärker genutzt.

  • Umnutzung von Kirchen: Wo Kirchengebäude nicht mehr in vollem Umfang für Gottesdienste gebraucht werden, kann ein Kolumbarium eine würdige neue Nutzung sein. In Deutschland gibt es dafür inzwischen eine Reihe von Beispielen, etwa die zum Kolumbarium umgenutzte Liebfrauenkirche in Dortmund.

  • Kleine Flächen: Ein Wandeinbau benötigt kaum zusätzliche Grundfläche.

Bauformen für Innenräume

Freistehende Indoor-Kolumbarienwände

Freistehende Wände gliedern einen Raum und schaffen Nischen, ohne in die Bausubstanz einzugreifen. Auf dem Friedhof Dagersheim wurden zwei Indoor-Kolumbarienwände K2 mit Sockel und 12 beziehungsweise 24 Nischen aufgestellt.

Indoor-Kolumbarium K2 mit Urnennischen in einer Kapelle auf dem Friedhof Dagersheim

Wandeinbau

Beim Wandeinbau werden die Nischen in eine bestehende oder neu geplante Wand integriert. In der Aussegnungshalle Echterdingen sind fünf Stahleinsätze K2 mit je 27 Nischen in die Wand eingelassen – geplant zusammen mit Dasch Zürn Architekten. Der Wandeinbau eignet sich auch für Außenwände von Aussegnungshallen.

Kolumbarium K2 als Wandeinbau mit Stahleinsätzen an der Aussegnungshalle Echterdingen

Worauf es bei der Planung ankommt

  • Statik und Bausubstanz: Bei Einbauten in bestehende Gebäude sind Tragfähigkeit von Boden und Wänden zu prüfen; bei denkmalgeschützten Gebäuden ist die Denkmalpflege früh einzubinden.

  • Raumwirkung: Proportion, Licht und Material der Nischenwand sollten den Raum respektieren. Naturstein, Glas oder Stahl lassen sich auf die vorhandene Architektur abstimmen.

  • Zugänglichkeit: Öffnungszeiten, Schließkonzept und barrierefreier Zugang sollten von Beginn an mitgedacht werden.

  • Abschiedsrituale: Ein Indoor-Kolumbarium kann eng mit der Trauerfeier verbunden werden. Die frontal zugängliche Nische erlaubt es, die Urne während der Feier pietätvoll vor der geöffneten Kammer aufzubahren und anschließend direkt einzusetzen.

  • Rechtlicher Rahmen: Ob und wie Urnen in einem Gebäude beigesetzt werden dürfen, richtet sich nach dem jeweiligen Landesbestattungsrecht und der Friedhofsordnung. Die Abstimmung mit den zuständigen Stellen gehört an den Anfang der Planung.

Fazit

Ein Kolumbarium im Innenraum verbindet Schutz, Würde und Nähe zum Ort der Trauerfeier. Ob als freistehende Nischenwand, als Wandeinbau in der Aussegnungshalle oder als neue Nutzung einer Kirche: Das modulare Kolumbarium K2 lässt sich an Raum und Architektur anpassen. Gerne beraten wir Sie zu Ihrem Gebäude. Kontakt aufnehmen

Häufige Fragen

Kann ein Kolumbarium in eine bestehende Aussegnungshalle eingebaut werden?

Ja, als freistehende Nischenwand oder als Wandeinbau. Voraussetzung sind eine Prüfung der Bausubstanz und die Abstimmung mit Friedhofsträger und gegebenenfalls Denkmalpflege.

Welche Materialien eignen sich für Indoor-Kolumbarien?

Beim K2 stehen Naturstein, Stahl, Glas und Beton zur Verfügung; die Auswahl orientiert sich an Architektur und Raumwirkung.

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